Prozesse & Digitalisierung

Vom Erstkontakt zum Alleinauftrag

Vom Erstkontakt zum Alleinauftrag: der Akquise-Prozess für Makler in klaren Phasen – und an welcher Stelle die meisten Aufträge verloren gehen.

Akquise-Prozess vom Erstkontakt über das Wertgespräch bis zum Alleinauftrag

Die meisten verlorenen Alleinaufträge gehen nicht im Preisgespräch verloren. Sie gehen in der Stille danach verloren – in den drei Tagen, in denen sich niemand mehr gemeldet hat.

Ein Akquise-Prozess löst genau das. Er führt einen Eigentümer in festen Phasen vom Erstkontakt bis zum unterschriebenen Alleinauftrag und legt für jede Lücke dazwischen fest, wer wann nachfasst. Nicht das Talent im Einzelgespräch entscheidet über die Abschlussquote, sondern die Verlässlichkeit der Strecke.

Was ist ein Akquise-Prozess – und warum brauche ich einen?

Ein Akquise-Prozess ist der dokumentierte Weg vom ersten Signal eines Eigentümers bis zur Unterschrift, aufgeteilt in klar getrennte Phasen mit jeweils einem Ziel. Ohne ihn hängt jeder Auftrag an der Tagesform: Mal wird sofort zurückgerufen, mal nach vier Tagen, mal gar nicht. Mit ihm durchläuft jeder Eigentümer dieselbe verlässliche Strecke.

Der Unterschied zeigt sich nicht im guten Monat, sondern im stressigen. Wenn drei Besichtigungen, ein kranker Mitarbeiter und ein Notartermin zusammenfallen, fallen ohne Prozess genau die frischen Anfragen hinten runter – die, die am meisten wert sind.

Wie sehen die Phasen vom Erstkontakt zum Alleinauftrag aus?

Vier Phasen tragen den Prozess:

  1. Erstkontakt und Qualifikation: Schnelle, verbindliche Reaktion auf die Anfrage. Klären: Verkaufsabsicht, Zeithorizont, Objekt. Ziel: ein vereinbarter Termin.
  2. Wertgespräch vor Ort: Die eigentliche Beratung am Objekt – Vertrauen aufbauen, Erwartung zum Preis einordnen. Ziel: Der Eigentümer will deine Vermarktungsstrategie sehen.
  3. Vermarktungspräsentation: Dein konkreter Plan, wie du das Objekt verkaufst. Ziel: die Entscheidung für dich.
  4. Abschluss: Alleinauftrag besprechen und unterschreiben. Ziel: Unterschrift mit klarem nächsten Schritt.

Zwischen jeder Phase steht ein definierter Nachfass – nicht „bei Gelegenheit”, sondern mit fester Regel und Verantwortlichem im CRM.

Warum ist Geschwindigkeit beim Erstkontakt so entscheidend?

Weil ein Eigentümer, der online eine Wertermittlung anfragt, fast nie nur dich kontaktiert hat. Wer zuerst und verbindlich reagiert, prägt das Gespräch. Wer einen Tag später anruft, redet oft mit jemandem, der innerlich schon vergeben hat.

Ein Büro aus meiner Begleitung hat nichts an seinen Kanälen geändert – nur eine Regel eingeführt: Jede neue Anfrage wird umgehend angerufen, und wenn niemand erreichbar ist, übernimmt ein definierter Vertreter. Aus demselben Anfragenstrom wurden spürbar mehr Termine. Geschwindigkeit schlägt Gesprächskunst.

Wie verankere ich den Akquise-Prozess im Alltag?

Indem du ihn ins CRM gießt und an Phasen Aufgaben knüpfst: Jeder neue Kontakt bekommt einen Status, jeder Status eine fällige nächste Aktion mit Verantwortlichem. So kann kein Eigentümer mehr „vergessen” werden, weil das System die Lücke sichtbar macht. Das ist der Punkt, an dem Prozessdigitalisierung und Akquise zusammenlaufen.

Mit Maklerbüros in NRW und deutschlandweit baue ich genau diese Strecke auf – und in fast jedem Fall liegt der größte Hebel nicht in einem besseren Erstgespräch, sondern im konsequenten Nachfass dazwischen.


Wenn bei dir gute Erstgespräche zu selten in Aufträgen enden, liegt das meist am Prozess, nicht am Verkaufstalent. Wo bei dir die größte Lücke ist, lässt sich in einem Erstgespräch schnell einordnen.

Weiterführend: Prozesse & Maklerbüro digitalisierenLeadgenerierung für ImmobilienmaklerCRM, Software & KI für Makler

Häufige Fragen

Was ist ein Akquise-Prozess für Immobilienmakler?

Ein Akquise-Prozess ist der dokumentierte Weg, den ein Eigentümer vom ersten Kontakt bis zum unterschriebenen Alleinauftrag durchläuft – in klar getrennten Phasen mit definierten Schritten. Zum Beispiel: Erstkontakt und Qualifikation, Wertgespräch vor Ort, Vermarktungspräsentation, Abschluss. Jede Phase hat ein Ziel und einen festen Nachfass, falls der Eigentümer nicht sofort weitergeht.

An welcher Stelle verlieren Makler die meisten Aufträge?

Nicht beim Preis, sondern in den Lücken zwischen den Phasen. Ein Eigentümer meldet sich, das Erstgespräch läuft gut – und dann passiert tagelang nichts, weil niemand verantwortlich ist nachzufassen. In dieser Lücke entscheidet sich der Eigentümer für den Makler, der drangeblieben ist.

Wie schnell sollte ich nach einer Anfrage reagieren?

So schnell wie möglich, idealerweise innerhalb von Minuten bis wenigen Stunden. Ein Eigentümer, der eine Bewertung anfragt, hat oft schon weitere Makler kontaktiert. Wer zuerst und verbindlich reagiert, führt das Gespräch – wer am nächsten Tag anruft, redet häufig mit jemandem, der schon vergeben hat.

Wie viele Kontakte braucht es bis zum Alleinauftrag?

Das hängt von deinen Zahlen ab, aber selten reicht ein einziger. In der Praxis braucht es oft mehrere Kontakte über Tage bis Wochen, bis aus Interesse ein unterschriebener Auftrag wird. Genau deshalb ist ein definierter Nachfass mit festen Folgekontakten wichtiger als das perfekte Erstgespräch.

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